| Motor: | Plettenberg 300/24/A3 (der alte mit optischen Sensoren) |
| Regler: | Schulze mcd 99 |
| Kreisel: | Robbe 3D |
| Empfänger: | Graupner smc20 |
| Anlenkung: | 120° |
| Servos: | Robbe S3001->Roll, Nick und Pitch, Graupner DS8700G->Heck |
| Zellen: | 24 x Sanyo RC 2000 |
| Rotorblätter: | ACT 580mm, vollsymetrisch |
| Flugzeit: | 6,5-8,5 min bei 1650 rpm |
| Besonderes: | Neongelb lackierte Haube, CFK-Leitwerke von Stefan Plöchinger, Heckrotorblätter von Helitec (ähnlich NHP) |
| Neuer Besitzer: | Peter Herzog, bei ihm gibt's ab sofort auch einen CFK-Tuning LOGO! |
Obwohl ich mit meinem Logo erst ein paar Stunden in der Luft war kann ich doch schon einiges erzählen ;-)
Den Logo habe ich gebraucht im eBay erstanden, der Zustand war einwandfrei,
und jedes Teil das 'nen Kratzer hatte kam gleich als Neuteil mit. Ja, so macht
auch ein Gebraucht-Kauf Spass :-)
Ursprünglich mit dem kurzen Heckrohr (wäre also jetzt ein Logo16 mit 24Z ;-)),
der Kunststofftaumelscheibe und der mechanischen Mischung (gleich vorweg, damit
fliegt er einwandfrei).
Also erst mal den Logo zum Teil zerlegen und wieder Zusammenbauen (man weiss ja nie ;-)). Es war aber alles in Ordnung, nur die Hauptrotorwelle hatte tiefe Spuren vom Freilauf und das obere Lager hatte etwas zuviel Spiel. Da die Welle gehärtet sein sollte, rief ich das erste Mal bei Mikado an und fragte Ralf Buxnowiz ob das denn normal wäre. War es nicht, und am nächsten(!) Tag lagen eine neue gehärtete Welle und ein Lager in meinem Briefkasten. Kostenlos, obwohl ich den Heli gebraucht gekauft hatte! Toller Service :-))
Als nächstes stand die Neuprogrammierung des Reglers an (zusammengebaut war
der Heli ja schon), da der Vorbesitzer die Drehzahl auf 2000 programmiert hatte,
probierte ich erst mal eine Senderseitige Reduzierung um 25%, nur mal so zum
Testen. Das ging aber irgendwie in die Hose, der Regler ging nicht in den
Reglerbetrieb sondern blieb entweder im Stellerbetrieb oder schaltete
schlagartig (ohne Sanftanlauf) voll durch (gefühlsmässig sogar über die 2000
hinaus).
Also doch den Regler neu programmieren. Ok, Anleitung angeschaut - etwas
gestutzt, dann erst mal Informationen besorgt ob mein Motor ein so und soviel
Poliger ist... - dann weiter studiert - bis ich gelesen habe das es auch eine
PC-gestütze Lösung gibt - Gott sei Dank :-)
(die Anleitung zum Programmieren ist irgendwie nicht so das wahre ;-))
Die Programmierung per Kabel und PC ist schon um einiges leichter (obwohl
auch hier noch was zu verbessern wäre). Also gut, den Regler auf eine
Kopfdrehzahl von 1650rpm und die Wege meines Schiebers eingestellt und ab in den
Garten. Na also - geht doch.
Gut, jetzt noch eine 2. Drehzahl dazumischen, also wiederum erstmal -25% - upps
- der Regler schaltet wieder voll durch - hm, dann halt erst mal nur eine
Drehzahl. Irgendwann werde ich schon draufkommen was ich falsch mache.
Von jetzt an wurde der Logo geflogen was der (leider derzeit mein einziger) Akkupack hergab. Da ich zu dem Zeitpunkt nur schweben und langsame Rundflüge beherrschte, ergab sich eine Flugzeit von ca. 8-8,5 min. Ein guter Wert für diese Drehzahl. (Die Flugzeit geht beim Heizen auf 6,5 min. runter, ist aber bei der Leistungsabgabe des Plettis ein guter Wert, vor einem Verbrenner der gleichen Grösse braucht sich der Logo keinesfalls zu verstecken)
Im verschiedenen Foren las ich dann von Störungen beim Logo und freute mich das ich keine feststellen konnte (liegt ja vielleicht auch am PCM-Empfänger).
Mittlerweile hatte ich auch einen Verbrenner und übte schon meine ersten
Rollen und Loops, was auch langsam ganz gut klappte. Zumindest bis ich das mit
dem Logo versuchte. Loops waren eigentlich kein Problem, Rollen wollte der Logo
noch nicht so schön, aber das lag mehr an mir als am Logo. Nur eines störte
mich doch sehr, an manchen Tagen hatte ich beim Rollen ein seltsames
Motorstottern.
Empfangsprobleme konnten es nicht sein, denn alle anderen Funktionen waren
einwandfrei und es kam ja auch nicht an allen Tagen vor - schon komisch...
Also verlegte ich erst mal alle Kabel so weit wie möglich weg vom Regler, half
nix - vielleicht doch ein Antennenproblem? Gut, also ungefähr 5 verschiedene
Varianten der Antennenverlegung probiert, auch nix.
So stand er dann ne Weile rum und ich flog ihn halt nur noch wenn ich an dem Tag
keine Kunstflugambitionen hatte. Ein weiterer Grund warum ich nicht mehr mit ihm
flog, war natürlich auch der Umstand, das ich jetzt 'nen Raptor hatte, der flog
irgendwie anders. Wie auf Schienen und auch schöner durch die Kunstflugfiguren
(mittlerweile war ich bei Überschlägen und meinen ersten
Rücken-Schwebe-Übungen)
Irgendwann hörte ich im Netz dann was von einem Umrüstsatz auf 120° Anlenkung, längerem Heckrohr und Alu-Taumelscheibe, und weil ich ja neugierig bin, habe ich bei Ralf angerufen und gefragt ob das grossartig was am Flugverhalten ändern wird. Ralf meinte, für das, was ich vorhabe damit zu fliegen (also mehr Richtung Kunstflug) wäre die 120°-Anlenkung und die Alu-Taumel schon von Vorteil. In Gedanken ging ich kurz die Ersatzteilpreisliste durch und dachte nur, puh - jetzt wird's aber richtig teuer. Tja, falsch gedacht, Ralf schickte mir den Umbausatz für einen Spottpreis und ich ging (wiederum am nächsten Tag!) frisch ans Werk den Logo umzubauen. Wer weiss dachte ich, vielleicht löst sich ja auch mein Motor-Problem... (immer optimistisch sein :-))
Heckrohr und neue Seitenteile waren dran als mir einfiel, hoppla, ich brauche ja jetzt drei gleiche Servos. Leider konnte ich kein 3. micro-mc mehr auftreiben und drei Neue waren mir zu teuer, also lassen wir die mechanische Mischung drin, das Flugverhalten kann sich ja durch die Alu-Taumel und das lange Heckrohr schon ändern.
Gleichzeitig habe ich noch meine Rotorblätter gewechselt, die von ACT sind
etwas leichter und haben ein dünneres Profil. Also raus zum Platz. Und siehe
da, die Leistung ist klasse, subjektiv wesentlich besser als vorher (muss an den
Rotorblättern liegen), also rein in den ersten Loop, aah Super, hoch zum Turn,
auch fein, jetzt ne schnelle scharfe Kurve und... - he, was ist jetzt los? -
plötzlich hört sich der Heli komisch an, sofort landen. Hm - nichts zu finden,
war es nur das Geräusch des Grossflugzeugs welches irgendwo in der Nähe
vorbeiflog? Noch mal rauf, vorsichtiger Kreis, ne fehlt nix, also Voll-Pitch und
wenden, damit ich die nächste Figur anfliegen kann. Da ist es wieder, das
Geräusch, und jetzt sehe ich auch was, meine Rotorblätter haben einen Spurlauf
von gut 15cm!
Also, das war's, den kann ich abschreiben, vielleicht bringe ich ihn noch in die
Nähe des Platzes, dann muss ich nicht solange die Trümmer suchen. Pitch etwas
raus, und - was? - jetzt ist der Spurlauf wieder in Ordnung? - also gut, dann
langsam sinken und vorsichtig aufsetzen.
Bei der Kontrolle sehe ich jetzt auch sofort was, eine Rotorblattschraube ist
abgerissen, hab ich beim Umbau die Schraube verwechselt? Möglich wär's ja, die
sah auch etwas anders aus als die andere.
Also neue 12.9er Schrauben bestellen, ansonsten war ja alles heil. Mit den neuen
Schrauben trat aber das gleiche Problem wieder auf, also Landen, Schrauben
verbogen - das gibt's doch nicht. Hm - der Blatthalter hat im Bereich der
Schraube etwas abgekommen (bei der Ersten abgerissenen), das wird es sein.
Mittlerweile rückte das Braunau-Dragrace immer näher, Ralf war im Urlaub und
kein Händler hatte einen Blatthalter auf Lager.
Glücklicherweise konnte ich noch einen von einem Logo-Piloten auftreiben (Danke
Stefan), und einen Tag vor Braunau im Garten noch kurz antesten. Ok, die
Schrauben bleiben gerade.
Dann in Braunau, der erste Testflug - Mist, wieder das Spurlaufproblem,
allerdings haben es die Schrauben überlebt (deswegen musste ich das Race mit
dem Rappi bestreiten). Also doch die Blätter?
Nach dem Race haben Stefan und ich dann die Rotorblätter getauscht, schöne
Sicht-CFK-Blätter von MS-Composit. Also drauf damit, hochlaufen lassen,
Spurlauf im Schwebeflug ist Ok, und Voll-Pitch und ab. Nanu, er geht ab wie die
Hölle, allerdings bricht die Drehzahl gnadenlos ein... was ist denn jetzt los?
Na ja, egal einen Testloop und dann landen. Der Loop war schön, also runter und
den Pitchbereich kontrollieren. Aber es kommt natürlich anders, mit runter ist
nix, ohne Negativ-Pitch geht halt kein Abstieg (die MS-Composit haben
anscheinend einen "eingebauten" Anstellwinkel).
Was soll ich jetzt machen? Erst mal Fahrt abbauen, nanu - jetzt dreht er aber
hoch, wie das denn? Liegt wahrscheinlich am fehlenden Pitch - aber ich hab doch
nen Drehzahlregler? - ah - jetzt geht die Drehzahl wieder runter... - und
runter und runter, he, so war das nicht gemeint! Der Regler machte immer weiter
dicht und an Autorotation ist natürlich nicht zu denken (kein Negativ-Pitch).
Ja, wenn's kommt, dann aber gleich alles auf einmal.
Der Logo kam also jetzt doch schneller runter als ich vorhatte, ich flog noch
eine Kurve zum Platz und ging in einen steilen Sinkflug über, sah auch ganz gut
aus, nur war 2m über dem Boden einfach keine Energie zum Abfangen mehr
vorhanden, so setzte er ziemlich hart auf. Der Schaden war ein kleiner Riss in
einem Rotorblatt (na was soll's, die waren ja auch schon 2min. alt...), ein
eingedrücktes Heckrohr, die Hecksteuerbrücke, die Haube (armer Bodo, muss
jetzt noch mal ran), eine Steuerbrücke am Rotorkopf (sowie dessen Kugelager)
und die Paddelstange. Die Wellen haben anscheinend alle überlebt, zumindest ist
nichts zu erkennen (geflogen bin ich seit dem noch nicht)
Blieb noch die Frage, was könnte das Spurlaufproblem auslösen, und was hat
mein Regler eigentlich?
Am Rotorkopf sind mir ein wenig hakelige Kugellager aufgefallen, das könnte es
sein. Also habe ich gleich noch alle Lager kontrolliert und ungefähr die
Hälfte ausgetauscht.
Den Regler habe ich zu Schulze eingeschickt und nach 14 Tagen wiederbekommen. Es
wurde kein Fehler gefunden aber vorsichtshalber der Prozessor getauscht. Falls
das Problem weiter bestehen sollte kann ich den Regler samt Motor zu Schulze
schicken, dann wird er in Hr. Schulzes Heli eingebaut und getestet! Das ist auch
wieder ein Spitzen-Service! :-))
Da ich neue Rotorblätter brauche, liegen derzeit wieder ACT-Blätter im
Keller. Diesmal etwas kürzere (580 anstatt 600mm), mal schauen ob sich jetzt
was beim Rollen verbessert. Da sich die Robbe-Servos (S3001) im Raptor so gut
halten, werde ich die jetzt auch im Logo einsetzten, dann kann ich doch mal die
120° Anlenkung ausprobieren.
Bisher ist mir beim Zusammenbauen nur eines Aufgefallen, der Heckriemen ist so
steif, das der Heckrotorantrieb selbst mit einem Minimum an Spannung extrem
schwergängig ist. Also Ralf angerufen und nachgefragt, er meint das ist normal,
das gibt sich nach kurzer Zeit (stimmt schon, seit dem Umbau auf das lange
Heckrohr bin ich ja höchstens 20min. geflogen). Bei der Gelegenheit hat er mir
noch die neueste Version der Heckrotorhalterschalen zugesagt (und schon wieder
kostenlos!) :-)))
Was aber immer noch im Raum steht, warum stottert mein Motor in den Rollen
und im Rückenflug...?
Nach Gesprächen mit Schulze und Plettenberg sieht es so aus, das ich einen
Motor der ersten Serie habe. Bei diesem sind Kühlschlitze im Gehäusedeckel
durch die einfallendes Licht die Sensoren stören kann. Warum nur im
Rückenflug, weil der Motor im Logo hängen eingebaut ist. Warum nur an manchen
Tagen - weil das Problem eben nur bei Sonnenschein auftritt! Das ist echt hart,
oder? Na wenigstens wäre das Problem damit gefunden. Mal schauen, ich soll die
Schlitze zukleben und probieren, wenn er dann geht und nicht zu heiss wird, ok -
ansonsten wird sich Plettenberg bestimmt was einfallen lassen :-)
Wie schon oben bei den technischen Daten beschrieben hat ihn mir Peter Herzog mittlerweile abgekauft. Da wir oft zusammen fliegen kann ich auch in Zukunft über den Logo schreiben. Der Antrieb ist jetzt im E-Raptor und leistet bis jetzt sehr gute Arbeit :-)