Technische Daten:

Motor: OS 61 HGLC
Vergaser: Lötterle
Kreisel: erst Piezo 3000 jetzt Gy401
Empfänger: Graupner smc 20 DS
Rotorblätter: Graupner GFK S-Schlag
Taumelscheiben Servos: Futaba S9202
Heckrotorservo: Hitec
Sprit: RD Synt Glow Heli Contest 1% Nitro
Reso: Zimmermann
Stromversorgung: 2 x Kan1050 per Weiche und 2 Schaltern mit Ladebuchse

Die Graupner Bell 230 besitze ich nun schon seit Ende 2002, bin aber erst letztes Jahr zum Erstflug gekommen und bin diese Woche mit den vorerst letzten Arbeiten daran fertiggeworden. Die Bell fliegt einfach traumhaft, der Sound ist nicht laut und sehr angenehm. Einzig der Stahldraht zum Heck welcher sich im Takt des Gyros etwas aufzieht ist unangenehm, hält sich aber in Grenzen :-)
(Anmerkung: seit dem Umbau von Piezo 3000 auf Gy401 mit einem mittelschnellen Servo ist der Stahldraht kaum mehr zu hören!)

Der Rumpf der Bell 230 kommt von Graupner in einer ganz hervorragenden Qualität. Die Oberfläche ist makellos, die Fenster und die meisten Öffnungen sind fertig ausgefräst, sehr sauber übrigens, und auch die Fensterscheiben sind schon zugeschnitten.
Als Mechanik habe ich mir die Uni-Expert Serie 98 ausgesucht, welche es Zusammengebaut inkl. Motor sehr günstig gab. Leider mußte diese Mechanik erst großteils zerlegt werden weil keine Schraubverbindung mit Sicherungslack gesichert war.
Dafür ist der Aufbau der Mechanik und des Rumpfes dafür umso leichter. Alles passt ganz hervorragend und ist sehr schnell zusammengebaut.

Für die Optik habe ich ein Rundumlicht und einigermaßen Originalgetreue LED-Blitzer eingebaut. Die Blitzer sind hell genug um sie auch bei Sonnenlicht noch ganz gut zu erkennen.

 

Die Rumpföffnungen sind mit Metallgitter verschlossen.

Das Höhenleitwerk ist auf beiden Seiten ein Stück in den Rumpf gesteckt (sonst würde am Ende der Flügel ein Spalt entstehen) und per CFK-Rohre miteinander verbunden. Auch die senkrechten Flächen am Leitwerk sind auf die waagerechten gesteckt. Die Übergänge wurden mit eingedicktem Epoxy mit dem Finger verstrichen (Latex Handschuh). Auf die Weise muss der Übergang nicht mehr geschliffen werden als der Rest des Rumpfes. Wenn's besonders glatt sein soll oder das Epoxy schon etwas angezogen ist hilft es den Finger mit Aceton zu benetzen.

Die geschwungene Lackierung habe ich mit Hilfe von 0,5er CFK-Stäben gemacht. Einfach auf beiden Seiten an markanten Punkten fixieren und die Radien ergeben sich von selbst. Danach an den Stäben entlang einen Bleistiftstrich ziehen. Lackiert wurde mit Basislack welcher zum Schluss mit 2K-Klarlack überzogen wurde.

Die Aufkleber sind per Schneideplotter entsprechend der Originalmaschine erstellt. Mittlerweile sind auch die Scheibenwischer schon montiert, hab aber noch kein Foto davon gemacht.

Hier die Innenansicht des Rumpfes, die Kabel sind von der Beleuchtung und dem Einziehfahrwerk.

Damit ich, entgegen der Anleitung, nicht jedes mal den Hauptrotorkopf demontieren muss um die Mechanik aus dem Rumpf zu bekommen habe ich einen Teil der oberen Abdeckung ausgesägt und an den Rumpf geklebt. Das Ausbauen der Mechanik dauert, trotz der vielen Schrauben die ich für die Abdeckung und Fenster verwendet habe gerade mal 10 min.

Auf der linken Seite der Mechanik habe ich in Höhe des Seitenfensters eine Konsole montiert in der ich die Schalter, die Glühung und das Tankventil eingebaut habe. Somit musste ich nichts sichtbar am Rumpf einbauen. Das Fenster muss für die Motoreinstellung eh geöffnet werden können.
Das Resorohr ist mit Hilfe von zwei CFK-Platten und etwas Silikonschlauch geklemmt.

Um das Fahrwerk beim Transport zu schonen habe ich ein Auflagegestell aus Holz gefräst, welches mit den Gummis unter den Flügeln fixiert wird. Das Gestell ist so ausgelegt, das der Heli auch mit ausgefahrenen Rädern draufgestellt und transportiert werden kann.

 

Und hier meine Vorlage, die Bell 222 der Air Angels.