Technische Daten und Umbauanleitung des T-Rex zur Hughes 500D

Motor: Align 430XL
Regler Kontronik Jazz 40-6-18
Kreisel: Futaba GY-401
Empfänger: Graupner smc16scan
Taumelscheibenservos: Hitec HS65
Heckrotorservo: Futaba S9257
Rotorblätter: Align CFK
Akkus: Align 3S1P 2200/22C und Extreme Power 3S1P 2100/18C
Rumpf: Heliartist

 

Der T-Rex 450 SE V2 ist schon einige Zeit auf dem Markt und hat sich als sehr präzise und standhafte Mechanik bewährt. Aus diesem Grund habe ich mir für mein neues Rumpfprojekt die SE V2 Mechanik von Align und einen GFK-Rumpf von Heliartist ausgesucht.

Ich habe mich vorab schon in div. Foren zu dem Rumpf informiert und gelesen das es heckseitig sehr eng zugeht. Leider habe ich keine brauchbare Anleitung zum optimalen Einbau gefunden und mir gedacht - dann mache ich sie halt selbst. :-)

Der Rumpfbausatz selbst bedarf keiner großen Vorbereitung mehr. Die Spanten sind schon fertig eingeharzt, alle Teile sind fertig lackiert. Der Zusammenbau des T-Leitwerkes und des Landegestells ist in 1/2 Stunde erledigt und gut in der mitgelieferten Anleitung beschrieben. Die beiliegenden Fenster werden noch nicht eingeklebt.

Etwas mehr Umbauarbeit steht bei der Mechanik an, das Hauptproblem ist das Heckservo, in meinem Fall das S9257. Kleinere Servos wie das FS61BBSpeed usw... passen besser, müssen aber auch versetzt werden.

Als erstes wird der Heckrotor abgeschraubt. Das Klemmteil an dem der Heckrotor angeschraubt wird kann dran bleiben.

Das Heckrotorservo muss so weit es geht an das Chassis versetzt werden. Da an dieser Stelle normalerweise der Kreisel hängt, habe ich die komplette Heckrohrhalterung samt Heckrohr umgedreht. Damit steht zwar die Beschriftung auf dem Kopf, das sieht man aber im Rumpf nicht und es bleibt die Klebefläche für den Gyro erhalten. Die Klemmung für den Heckrotor muss jetzt auch um 180° gedreht werden.
Einer der beiden Servohalter muss entfernt werden. Obwohl ein Halter das Servo ausreichend fest hält, habe ich als zusätzliche Sicherung Tesa-Spiegelklebeband als zweiten Halter benutzt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich das Nickservo ins Chassis gesetzt und mit Aluhülsen noch weiter in die Mitte montiert. Somit kann die ganze Mechanik wesentlich höher montiert werden und muss nicht schräg eingebaut werden. Damit die Nick-Anlenkung gerade bleibt habe ich sie auf die innere Seite des Ruderhebels montiert. Für innen verlegte Kabel wird es dadurch etwas eng, weshalb ich sie auf die Außenseite verlegt habe.

Die Anlenkung des Heckrotors muss verlängert oder durch eine längere Variante ersetzt werden. Da ich nicht auch noch das Problem einer zusätzlichen Führung des Drahtes lösen wollte, habe ich einfach ein freischwebendes CFK-Rohr als Anlenkung benutzt. Ein Bowdenzug würde genauso gehen, ist aber nicht so spielfrei.

Jetzt kann die Mechanik in den Rumpf geschoben werden. Die Höhe wird mit den beiliegenden Holzbrettchen so hoch eingestellt wie es das Heckservo zulässt. An der Ecke, an der das Heckservo den Rumpf berührt habe ich etwas Tesa-Gewebeband geklebt, damit das Servo nicht den Rumpf durchscheuert. Ob das ausreicht wird sich rausstellen.
Damit die Holzteile beim Einpassen nicht immer wieder verrutschen, habe ich sie mit feinem Kreppklebeband umwickelt.

Sobald die Höhe der Holzklötze ermittelt ist, können diese per Epoxy oder Weißleim miteinander verklebt werden. Der Aufbau ist sehr universell und praktisch ausgeführt. Das breite Brettchen macht den Anfang, dann kommen solange die Brettchen mit den großen Löchern übereinander bis die Höhe auf ein Brettchen erreicht ist. Das letzte Brettchen ist das mit den schmalen Schlitzen. Ist alles miteinander verleimt, kann man den ganzen Klotz mit den Original Kufenbefestigungsschrauben und den blauen Beilagscheiben an das Chassis schrauben und diese Einheit wird dann auf die Grundplatte des Rumpfes geschraubt.



Solange die kleinen Seitenscheiben noch nicht eingeklebt sind kommt man mit dem Schraubenzieher gut an die hinteren Schrauben ran.

Der Rumpf muss jetzt ca. 5mm gekürzt werden damit die Befestigungslöcher für das Seitenleitwerk erreichbar sind.
Für die Fixierung des Heckrohres im Rumpf ist ein sternförmiges Holzteil vorgesehen welches das Heckrohr exakt in der Mitte des Rumpf-Heckrohres zentrieren würde. Da damit das Anlenkgestänge nicht mehr frei beweglich wäre habe ich das Heckrohr mit Hilfe des Seitenleitwerkes am Rumpf fixiert.

Dafür habe ich an der Stelle an der das Seitenleitwerk mit dem Rumpf verbunden wird eine, etwa 2cm lange, dem Rumpf angepasste, Kiefernleiste eingeklebt. Dann habe ich erst das Leitwerk am Heckrotor montiert, das ganze Heck soweit nach oben gedrückt bis sich die ganze Anlenkung ohne zu Schleifen bewegen lässt und in die Spitze des Seitenleitwerkes ein Loch bis durch den Rumpf gebohrt.

 

Jetzt kann das Heck wieder montiert werden, die Riemenspannung sollte sich nicht verändert haben.
Damit das Seitenleitwerk gerade sitzt, sind 2 Aluhülsen als Abstandshalter nötig.
Das Leitwerk wird jetzt mit einer Holzschraube durch das gebohrte Loch am Rumpf befestigt. Wenn der Riemen später mal nachgespannt wird muss dieses Loch etwas verlängert werden.



Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten Akku, Regler und Empfänger zu montieren. Für die Länge der HS65 Servokabel war die obere schräge Plattform optimal und der Empfänger ist dadurch auch am weitesten vom Regler entfernt. Den Akku habe ich darunter, direkt vor den Motor gesetzt.
Aus Schwerpunktgründen muss der 163g leichte Align Akku so weit wie möglich nach vorne gesetzt werden. Dafür habe ich die Auflage mit einer 1,5er CFK-Platte, welche ich mit Spiegelklebeband befestigt und mit Kabelbindern zusätzlich gesichert habe, verlängert. Man kann die Platte auch einfach anschrauben aber ich bohre ungern Löcher wenn es nicht sein muss.
Die CFK-Platte habe ich mit mehrere Schlitzen für Klettkabelbinder versehen, somit kann ich die Klettbänder nicht mehr Zuhause vergessen. Damit der Akku nicht verrutscht sind 2 Streifen Moosgummi auf die Akkuauflage geklebt.


 

Trotzdem bedarf es bei diesem Akku noch etwa 40g Blei damit der korrekte Schwerpunkt eingehalten werden kann. Beim Einsatz schwererer Akkus, wie den Kokam H5 2100 od. 2500, geht es ohne zusätzliches Blei. Da ich die Kokams schon für den, hoffentlich bald auf dem Markt erscheinenden, T-Rex 500 vorgesehen habe und auch noch die leichten Akkus benutzen möchte, habe ich das Bleigewicht per Pilzkopf Klettband montiert.

Die Seitenscheiben habe ich vorerst mit Tesa-Gewebeband eingeklebt, werde sie aber demnächst mit ganz kleinen Schrauben befestigen.

Der komplette Umbau dauert, wenn man weiß wo alles hin muss, ca. 5-6 Stunden, das Ausbauen der Mechanik aus dem Rumpf etwa 5min, das Einbauen 10-20 min. (Schraubensicherungslack).

Nachdem der Umbau und das Handling mit diesem Rumpf so einfach ist, bin ich am Überlegen mir noch eine Mechanik mit einem weiteren Rumpf von Heliartist zuzulegen, vielleicht mal wieder ein Airwolf oder eine Bell 222? :-)